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Wir über uns: Mensur
Kaum ein Thema, Verbindungen betreffend, ist so sagenumwoben wie das Mensurfechten. An dieser Stelle kann und soll nicht umfassend auf diese Thematik eingegangen werden. Allein das persönliche Gespräch aber letztlich nur das Erleben einer Mensur verschafft Klarheit.
Informationen zur Mensur (Ablauf, Geschichte, Sinn und juristische Betrachtung)
Mensur – eine zeitgemäße Sache?
Wohl kaum, aber das ist auch nicht ihr Zweck. Für Verbindungsstudenten bedeutet diese streng formalistische »Sportart« viel mehr als nur Tradition. Das Mensurfechten gehört für viele unzertrennlich zum Mythos Verbindung dazu. In jüngster Zeit kann ein verstärkter Zuwachs bei schlagenden Verbindungen festgestellt werden. Warum wird das studentische Mensurfechten heute immer noch gepflegt? »Zum einen stärkt das Fechten das Gemeinschaftsgefühl und zum anderen uns selbst. Es hat aber auch viel mit der über 100-jährigen Tradition unserer Bundesbrüder zu tun«, erklärt Axel Wöller, Landsmannschaft Rhenania-Jena zu Marburg. Mensurfechten, auch studentisches Fechten oder akademisches Fechten genannt, ist hier in Marburg ein reines Hiebfechten, es wird also nicht gestochen. Die Paukanten stehen sich in einem festen Abstand (Mensur) gegenüber.
Ein approbierter Arzt ist immer dabei
Die Fechter oder Paukanten sind bei ihrer Partie geschützt. Sie tragen hieb- und stichfeste Westen, Kettenhemd, Tiefschutz, Halsbandage, Armschutz, einen Mensurhandschuh mit Ketteneinlage und eine Röhrenbrille mit Nasenblech. Zumeist werden entweder Ohren- oder Wangenleder getragen. Obwohl ernste Verletzungen somit ausgeschlossen sind, ist immer ein approbierter Arzt bei der Mensur anwesend. An der Mensur sind nicht nur die beiden Paukanten, sondern auch ein Mensurteam beteiligt, welches jeweils aus einem Sekundant, einem Testant, einem Schlepper sowie einem Schreiber besteht.


